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Zunächst mal wird das Thema nicht von uns Lehrenden vergeben. Sie wählen es aufgrund Ihrer Studienschwerpunkte und Ihrer Interessen selbst. Der Rahmen wird zunächst vom Seminarthema eingeschränkt. Es empfiehlt sich, dass das Hausarbeitsthema in einem bearbeitbaren Rahmen bleibt. Selbstverständlich sind wir Dozierenden Ihnen beim Finden der Themen behilflich, wir übernehmen aber nicht die Recherche für Sie. Eine gute Literaturrecherche und die Formulierung einer Fragestellung ist immer Teil der Aufgabe.

Gleichzeitig müssen Themen und etwaige Bearbeitungsmodalitäten (z.B. Gruppenarbeit oder Form) mit dem jeweiligen Dozenten abgesprochen sein, nur dann wird die Arbeit auch als Leistung akzeptiert. 

Der erste Schritt bei der Abhandlung einer Hausarbeit oder anderen Leistung ist es, sich auf ein Thema festzulegen.
Wichtig dabei ist, dass man sich ein Thema aussucht, welches das eigene Interesse weckt und zugleich in seinem Umfang und mit den eigenen Fertigkeiten zu bewältigen ist. Daher ist bei der Themenfindung auch die Auseinandersetzung mit dem übergeordneten Themenbereich notwendig. Eine gründliche Recherche im Vorfeld ist unabdingbar. Eine zentrale Fähigkeit hierfür ist die Kompetenz Literatur aufzufinden sowie verstehend lesen und beurteilen zu können.

Da solche Kompetenzen erst erworben werden müssen, ist es gerade zu Beginn des Studiums sehr hilfreich, Fragestellungen zunächst im Kontext dessen, was im Seminar behandelt wurde, zu entwickeln. Beispielsweise bietet es sich an, zwei konkurrierende Theorien systematisch miteinander zu vergleichen, eine (etwa im Seminar behandelte Theorie) auf ein neues Phänomen oder einen Gegenstand zu beziehen (z.B. Lerntheorien auf SchülerInnen, auf Institutionen etc.) oder ein (pädagogisches, soziales, mediales etc.) Phänomen mit geeigneten analytischen Mitteln zu beschreiben, zu analysieren und in einen zeitdiagnostischen Kontext zu stellen (z.B. Filmanalyse, Medienanalyse etc.). Generell sollten Sie relativ früh entscheiden, ob Sie theoretisch (also ausschließlich anhand von Studien und wiss. Texten) oder empirisch (mit eigener Datenerhebung und -auswertung) arbeiten möchten.

Wie man daran bereits erkennen kann, fallen Fragestellungen nicht vom Himmel – eine gute Fragestellung zu entwickeln, ist bereits eine Arbeitsleistung – und zwar eine auf jedem Niveau wissenschaftlicher Betätigung sehr wichtige. Im Kontext der wissenschaftlichen Diskussionszusammenhänge innerhalb der scientific community müssen Fragestellungen innovativ sein und zugleich an vorhandene Diskurse anknüpfen (den Forschungsstand reflektieren).

Fragestellungen im Rahmen des Studiums können und müssen das nicht leisten – sie sollen sich aber dennoch auf der Höhe des gegebenen oder gebotenen Kenntnisstandes (etwa: der im Seminar behandelten Literatur und Themen) bewegen und – das wäre die Kür nach der Pflicht – möglichst eine eigene Perspektive auf das Thema entwickeln (also etwa einen Bezug herstellen oder ausprobieren, der so im Seminar nicht behandelt wurde).

Willkommen bei den FAQ, wo Sie Fragen stellen und Antworten erhalten können.
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